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Closed Eyes

02.2012: MORPHOLOGUE – CLOSED EYES (Album)

© by Patrik Zeller, written by Myriam Stucki & Patrik Zeller, produced by Patrik Zeller, Mix: Jan Stehle, Mastering: Timetools. Labels:  Irascible/CD Baby. Buy @ Cede.ch and iTunes

Credits: Christoph Frei (Artwork), Tabea Hüberli (Press Pictures)

Communiqué zum Album, 2010

«Closed Eyes» (Irascible, 2010) öffnet Augen und Ohren: Das dritte Album von Morphologue ist ein einzigartiges Bouquet aus sorgfältig ausgewählten Stücken — atemberaubend schön.

Es gibt etwas ziemlich Kurioses an Morphologue aus Bern. Wie nur ganz wenige Deutschschweizer Bands ist das Duo in der Ro- mandie bekannter als im deutschsprachigen Teil. Songs ihrer er- sten beiden Alben sind auf Couleur 3 hoch und runter gespielt worden, ein grosser Teil der Konzerte gibt die Band jenseits des Röstigrabens. Doch allmählich kommt auch die Deutschschweiz auf den Geschmack: Immerhin gehört Morphologue auf dem Schweizer Musikportal der dritten öffentlich-rechtlichen Radios, MX3, zu den populärsten Bands im ganzen Lande (Platz 11). Und so ist eines sicher: Vor dem neuen Album «Closed Eyes» kann

definitiv keiner mehr die Augen verschliessen.

Auf «Closed Eyes» zeigt sich eine Tendenz, die Morphologue bereits bei ihrem letzten Album an- deuteten. Aus dem Drum’n’Bass-Act, der Clubs zum Beben brachte, ist eine konzertante Band ge- worden, die Pop mit Anspruch macht, mit elektronischem Einschlag und mit einem ausgeprägten Gespür für Atmosphäre und eingängige Melodien. Da ist etwa die Single «I Have A Ride», die unter dringendem Verdacht steht, ein ziemlicher Ohrwurm zu sein und bereits in diversen nati- onalen Radios gespielt wird. Oder «Sweeties», der mit pumpenden Bässen und tragenden Strei- cherarrangements den Hörern einen emotionalen Alpenflug bereitet. Elektronische Klangteppiche tragen warme Gesangsmelodien, Rockgitarren, die mit Violinen flirten, oder ein klassisch anmu- tendes Piano zu tiefen Bässen – Morphologue haben in ihren Erforschungen der Form und Struktur einen eigenen Weg eingeschlagen. Pattern-orientierte elektronische Musik trifft auf Liedgut, wie beispielsweise in «Mortimer», wo sich künstliche und kantige Klänge zur warmen Stimme gesellen. Myriam Stuckis ausdrucksstarker Gesang ist das tragende Element des Albums «Closed Eyes». Mal verträumt, mal mit pompöser Mehrstimmigkeit spannt Stucki den Bogen zwischen melancho- lischen Versen und Zellers kräftigen Soundcollagen in den Refrains. Wie vielseitig sie sind, zeigen Morphologue in filmischen Stücken wie «Fixed For Everyone» und «Welcome» oder in den stillen Momenten mit den aufs Minimum reduzierten Songs «Closed Eyes» oder «The Moon Says».

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